Bundesstiftung Umwelt will Mittelstand bei Digitalisierung helfen

Digitalisierung
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Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt will mittelständischen Unternehmen verstärkt bei einer nachhaltigen, umweltgerechten Digitalisierung helfen. Dank der Digitalisierung gebe es viele neue Möglichkeiten und Geschäftsmodelle. Sie müsse aber so gestaltet werden, dass Umwelt, Natur und Klima geschützt würden, sagte der Generalsekretär der Stiftung, Alexander Bonde, am Dienstag bei der Vorstellung des Jahresberichts in Osnabrück.

Jüngst förderte die Stiftung eine Sensortechnik für den Pflanzenbau, die den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln auf den Feldern deutlich reduzieren soll. Entwickelt wurde das System von einer Wiesbadener Firma zusammen mit der Universität Bonn. Es kann auf dem Feld Nutzpflanzen von nicht gewollten Pflanzen unterscheiden, um Unkraut zielgenauer zu entfernen.

In der Diskussion über die Digitalisierung werde die ökologische Frage bislang häufig noch ausgeblendet, kritisierte Bonde. Einer Meinungsumfrage im Auftrag der Bundesstiftung Umwelt aus dem vergangenen Jahr zufolge bringen fast zwei Drittel der Bundesbürger die Begriffe „Umweltbelastung“ und „Umweltschutz“ noch gar nicht mit „Digitalisierung“ in Verbindung.

Die Organisation ist eine der größten Stiftungen Deutschlands. Das Stiftungskapital stammt aus dem Privatisierungserlös der Salzgitter AG. Seit der Arbeitsaufnahme im März 1991 wurden mehr als 9700 Projekte mit rund 1,8 Milliarden Euro gefördert.