Mittelstand: durchschnittliche Konjunkturlage im Februar

Im Rahmen der ifo Konjunkturumfragen werden monatlich rund 9.000 Unternehmen aus den Wirtschaftsbereichen Verarbeitendes Gewerbe, Bauhauptgewerbe, Großhandel, Einzelhandel sowie Dienstleistungen (ohne Kreditgewerbe, Versicherungen und Staat) zu ihrer wirtschaftlichen Situation befragt, darunter rund 7.500 Mittelständler.
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FRANKFURT am MAIN. Im Februar zeigten sich kleine und mittlere Unternehmen in 
Deutschland nicht von dem zu diesem Zeitpunkt weitestgehend auf China 
begrenzten Coronavirus beeindruckt, berichtet die Kreditanstalt für Wiederaufbau in ihrem am 4. März veröffentlichten Mittelstandsbarometer.

Nach einem Dämpfer im Vormonat ist das mittelständische Geschäftsklima wieder leicht um 0,8 Zähler angestiegen, liegt mit nun 0,7 Saldenpunkten aber weiterhin nahe an der Nulllinie, die eine durchschnittliche Konjunkturlage signalisiert.

Anzeichen für einen Corona-Effekt gab es im Februar hingegen bereits
 bei den Großunternehmen, deren Geschäftsklima erstmalig seit Oktober 
2019 wieder einen Rückschlag erlebt: Es sinkt um -2,3 Zähler auf -9,4
 Saldenpunkte. Insbesondere verschlechtert sich die Lagebeurteilung 
(-3,1 Zähler auf -6,2 Saldenpunkte), aber auch die ohnehin noch 
pessimistischen Erwartungen geben wieder nach (-1,7 Zähler auf -12,7 
Saldenpunkte). Vor allem die großen Industrieunternehmen sind 
hinsichtlich ihrer Absatzmöglichkeiten und Lieferketten stark von den 
Auswirkungen der massiven Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus 
in China betroffen. Seit Ende Januar standen weite Teile der 
chinesischen Wirtschaft praktisch still. Das öffentliche Leben findet
 nur noch eingeschränkt statt, was den Konsum erheblich einschränkt.

China war im vergangenen Jahr nicht nur das drittwichtigste Zielland 
für deutsche Exporte, sondern vor allem auch das wichtigste 
Ursprungsland von deutschen Importen. „Der Mittelstand wird durch 
seine stärkere Fokussierung auf den deutschen und europäischen 
Binnenmarkt zwar weniger stark von den globalen Entwicklungen 
getroffen. Doch auch wenn die Stimmung im Mittelstand im Februar noch
 robust war: Immun gegen die Auswirkungen des Coronavirus sind die 
kleinen und mittleren Unternehmen nicht. Spätestens mit der 
Verbreitung von Corona in Italien müssen wir davon ausgehen, dass die
 ohnehin nur mäßige Konjunkturdynamik in Deutschland einen 
zusätzlichen Dämpfer erhält“, sagt Dr. Fritzi Köhler-Geib, 
Chefvolkswirtin der KfW.