93 Prozent halten Mittelstand für wenig innovativ


 
 
 

Verbraucher vermissen Innovationskraft im deutschen Mittelstand, wie eine aktuelle Studie zeigt.

Deutschlands Verbraucher nehmen den Mittelstand überwiegend als konservativ und wenig zukunftsorientiert wahr. Das ergab eine aktuelle Studie von Territory, einer Agentur für Markeninhalte. Ziel der Umfrage war es, die aktuelle öffentliche Wahrnehmung des deutschen Mittelstandes und seiner Produkte und Dienstleistungen abzubilden. Das Ergebnis: Nur jeder fünfzehnte (6 Prozent) der 2.158 Befragten attestiert dem Mittelstand echten Innovationsgeist.

Stattdessen verbinden die Deutschen vor allem traditionelle Tugenden mit dem Mittelstand: Bodenständigkeit (34 Prozent) und Verlässlichkeit (26 Prozent) sind hier die am meisten genannten Eigenschaften. Diese Einschätzung schlägt sich auch in der Beurteilung der entsprechenden Produkte und Dienstleistungen nieder. 29 Prozent der Verbraucher finden, dass diese für besondere Qualität stehen.

Gleichzeitig wird jedoch klar: Die überwiegende Mehrheit der Befragten (93 Prozent) hält die Produkte von kleinen und mittelgroßen Unternehmen für wenig innovativ. Auch das Image des Siegels „Made in Germany“ hat gelitten: Nur noch etwa die Hälfte der Konsumenten verbindet damit ein hohes Maß an Sicherheit. Jeder Sechste gab außerdem an, die Bezeichnung sei angesichts der Globalisierung längst überholt.

„Die Umfrage offenbart einen Gap zwischen der tatsächlichen Leistung mittelständischer Unternehmen und ihrer öffentlichen Wahrnehmung“, so die Einschätzung von Stefan Postler, Executive Board Member von Territory. Mittelständler müssten viel stärker als bisher in die kommunikative Offensive gehen und ihr Profil schärfen, um diese Lücke zu schließen.