Die Behauptung hält sich hartnäckig: Die Grossen werden steuerlich geschont und die Kleinen geschröpft. Die Aussage ist, allen Wiederholungen zum Trotz, falsch. Das gilt für die natürlichen Personen wie auch für die juristischen, also die Unternehmen. Rund zwei Drittel der steuerpflichtigen Unternehmen weisen einen Gewinn aus von null bis 10 000 Fr. Sie bezahlten 2014 (neuere Zahlen liegen nicht vor) zusammen nur knapp 0,2% der direkten Bundessteuern der juristischen Personen. Rund 45% sämtlicher Pflichtigen zahlen gar keine Steuern. Während auch die Unternehmen mit Gewinnen zwischen 10 000 und 100 000 Fr. nur kleine Beträge an den Fiskus überweisen, werden die Grösseren zur Kasse gebeten. Gut 2,9% der Unternehmen erarbeiten einen Gewinn von mehr als 1 Mio. Fr. Sie tragen jedoch fast 88% des Steueraufkommens der juristischen Personen. An dieser Verteilung ändert die Steuervorlage 17 (SV17) kaum etwas. Die durch kantonale Sonderstatus privilegierten Gesellschaften kommen für über 46% der direkten Bundessteuer der juristischen Personen von insgesamt 9,1 Mrd. Fr. auf. Die SV17 bringt die Aufhebung der kantonalen Privilegien und kompensatorische Massnahmen für die betroffenen Unternehmen. Diese greifen auf kantonaler Ebene, nicht bei der direkten Bundessteuer. Die grossen Unternehmen dürften mit der SV17 gar etwas stärker belastet werden.